Projekte im Kongo



Transport


Die Strassenverhältnisse in der Hauptstadt sind sehr prekär, sobald man die grossen Hauptachsen verlässt. Die Strassen sind voller Löcher, z.T. eine "Hügellandschaft", wovon der Ausdruck stammt "Route de Chameau", weil es wie über die Höcker eines Kamels geht! Deshalb empfiehlt sich auch für die Fahrten innerhalb der Stadt ein Allrad-Fahrzeug.Nachdem wir einen Occasions-Volvo F7 im Kongo erworben hatten (wie es dazu kam, ist eine Geschichte für sich), regten wir an, dass damit ein Transportunternehmen gegründet werden sollte. Es erhielt den Namen TRANSFOCOL. Wir lieferten ihnen ein Beispiel für die Buchhaltung. Mit dem Gewinn sollten sie ein Darlehen zurückzahlen und die Reparatur- und Lohnkosten bezahlen, möglichst Rückstellungen machen für einen Ersatz.

Im ersten Jahr mussten die Einnahmen jeweils für die Reparaturen eingesetzt werden, so dass kein Gewinn zu verzeichnen war, im Gegenteil: im zweiten Jahr häuften sich die Reparaturen, so dass wir das Okay gaben, den Lastwagen zu verkaufen. Durch eine entsprechende zweckgebundene Spende konnte ein Ersatz angeschafft werden.

Nissan von Transfocol Toyota von Transfocol Toyota und Nissan - zwei geländegängige Kleinfahrzeuge. Der Zweck dieser beiden Wagen ist einerseits, die Tätigkeiten im Agrarzentrum Kisimbula / Vunda di Masengi zu erleichtern und andererseits ein Transportmittel zur Verfügung zu haben,wenn die Partner aus der Schweiz die Projekte in der Stadt besuchen.- Das Allradfahrzeug «TOYOTA Runner»wird hauptsächlich für Fahrten in der Stadt gebraucht.- Der Pick-up NISSAN kann dem dringenden Bedürfnis entsprechen, das Agrarzentrum Kisimbula und Vunda di Masengi mit Material zu versorgen und die Ernte in die Städte zu bringen.- Mit den Einnahmen aus dem Transport für Dritte konnte der Unterhalt der beiden Fahrzeuge bestritten sowie der Lohn des Chauffeurs bezahlt werden.



Soziale Projekte


In unserer Zielsetzung haben wir nicht direkt den Aufbau von Sozialen Werken im Fokus. Aber die Not begegnet uns dort im Kongo auf Schritt und Tritt. In der Nachbarschaft der Familie Neves ist ein Waisenhaus entstanden, das sich besonders Aidswaisen annimmt. Es gibt immer wieder Spender, die uns fragen, ob wir auch Strassenkinderarbeit unterstützen. Solche Spenden leiten wir gerne an das Waisenhaus CRADO weiter.
Die Familie Neves gehört zur Baptistenkirche des Westkongo (CBCO). Diese Kirche ist sehr darum bemüht, das Los der Bevölkerung zu verbessern. Von da her erhalten wir auch immer wieder Gesuche einzelne kleine Projekte zu unterstützen.



Cradokinder Das Waisenhaus CRADO


CRADO ist die Abkürzung für "Centre de Recherche et d′Action de Développement pour les Orphelins". Der Direktor ist Dumont KASONGO Muhelu. Da es sich vor allem um AIDS-Waisen handelt, hat Kasongo die Prävention und Aufklärung über HIV/AIDS auf seine Fahne geschrieben.
Dazu war ihm die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung ein besonderes Anliegen, was ihn dazu bewog, ein Gesundheitszentrum einzurichten. Für die Einrichtungen konnten wir einen namhaften Betrag vermitteln. - Für die Kinder hat er auf seinem Gelände eine Schule aufgebaut, und für die Schulabgänger sucht er immer wieder Anschlusslösungen, sei es Geld für die weiterführende Schule oder für eine Berufsausbildung.





Cradokinder

Die Baptistenkirche des Westkongo (CBCO)


Pfarrer Martin Neves hat in einem Pfarrerseminar dieser Kirche seine Ausbildung absolviert. Als Gemeindepfarrer ist er sehr stark mit den Nöten der Bevölkerung konfrontiert worden. Besonders seit dem Zusammenbruch des Mobuturegimes realisierte er
die Schwierigkeiten, mit denen die Jungen zu kämpfen haben. Als Jugendbeauftragter seiner Kirche suchte er nach Wegen ihnen zu helfen, auch mit der Pfadfinderorganisation. Seine Kinder unterstützte er im Bestreben, einen kleinen Betrieb aufzubauen um etwas zu verdienen. Dabei haben sie immer auch Jugendliche ausgebildet oder ihnen eine Anstellung ermöglicht (siehe Berufsbildung).
Die FOCOL ist zwar kein Werk der Baptistenkirche, aber durch die persönlichen Beziehungen von Pfr. Neves wurden schon viele Aktionen erleichtert. So prüfen wir auch Anfragen von dieser Seite wohlwollend. Folgende Unterstützungen haben wir gegeben: Innenausbau der Kirche im Quartier HpH; einheitliche Kleidung für einen Männerchor der Gemeinde (Beitrag); Unterstützung von zwei mittellosen Frauen und ihren Kindern, die Frau Isabelle Neves helfen; Dach für das Kirchengebäude der Kirche in Vunda u.a.

lacolombe suisse : Wir helfen im Kongo